Lockheed P-2V7 Neptune

         

Lockheed P2V-7 Neptune

Dieses Modell ist ursprünglich vom Deutschen Militärverlag der ehemaligen DDR aufgelegt worden. Es ist im Heft 8 der Illustrierten Reihe für den Typensammler als sogenanntes Variant-Modell erschienen. Konstrukteur dieses Modells war Herr K. Huhndorf, der leider vor einiger Zeit verstorben ist.

Interessant war die Verbreitung dieser Modelle als Foto-Negativ: Unter Verwendung einer Dunkelkammer waren damit eine Reproduktion des Modellbaubogens in jedem beliebigen Maßstab bis zu 1:25 möglich.

Aufgabenstellung:

Herstellung eines Modellbaubogens dieses Flugzeugs im Standard-Maßstab 1:50.

Neptune Bogen Nr. 2

Das Modell lag in Form von 10 Tiff-Dateien (Bitmaps) mit einer Auflösung von 7008 x 5433 Pixeln vor. Da zu diesem Zeitpunkt der Maßstab dieses Modells noch unbekannt war, wurde von 1:33 ausgegangen und das Modell mit Faktor 0,61 verkleinert.

Um zunächst einmal die Maßstabs- und Passgenauigkeit sowie die Modellgetreue zu testen, wurden diese 10 Bögen auf ca. 30 DIN-A4 Bögen verteilt, ausgedruckt und daraus der erste Protoyp gebaut.

Erstaunliches Ergebnis: Die Passgenauigkeit übertraf alle Erwartungen, und die Maßstabs- und Detailgetreue liegt im bei diesen Modellen üblichen Rahmen.

An dieser Stelle stellte sich dann auch heraus, dass die Annahme des Maßstabs mit 1:33 falsch war. Somit wurde der neue Verkleinerungsfaktor mit 0,5 berechnet.

Neptune Prototyp 1

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Neptune Bogen 2

Die Bauteile wurden nach der Verkleinerung in Laufrichtung des Kartons neu ausgerichtet und anschließend eingefärbt.

Damit wird dann der zweite Prototyp erstellt.

Primär soll festgestellt werden, ob die Farbgebung und die Hoheitsabzeichen ein stimmiges Bild ergeben. Daneben werden noch ein paar Zusatzteile entwickelt und gebaut werden müssen, um die Baubarkeit im Bereich des Fahrwerks noch zu verbessern.

Neptune Prototyp 2

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Neptune Hauptfahrwerk

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Probemontage des Hauptfahrwerks:
Auch hier sieht von ein paar Kleinigkeiten abgesehen alles sehr gut aus.

Dann wird es Zeit für den ersten Start:

Der Backbord-Motor läuft schon mal warm ...

Neptune beim Start

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Neptune fliegt über Rain am Lech

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Das ist wirklich mal ein seltener Anblick:

Eine Lockheed P2V-7 Neptune kreist über Rain am Lech   zwinkern

Anschließend erfolgten die letzten Anpassungen:

  • Staffelmarkierungen und weitere Hinweisschilder werden am Modell angebracht
  • die Darstellung der Fensterverglasungen wurde überarbeitet
  • Zusätzliche graphische Details werden eingearbeitet
  • Farbgebungen werden anhand neuer Informationen angepasst
  • Die Anleitung wird mit Skizzen und Texten erweitert

Abschlussarbeiten

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Seitenleitwerk mit graphischen Details

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Hier z. B. das Seitenleitwerk in seinem (derzeit!) endgültigen Aussehen

Auf den Erfurter Modellbautagen vom 24. bis 25. September 2005 gab es dann ein besonders schönes Beispiel für einen wirklich unfairen und miesen Stil seitens der "Konkurrenz":

Mehrere telefonische Kontakte mit Herrn Dietmar Heinze vom Mitteldeutschen Kartonmodell Verlag wurden von diesem nur dazu benutzt, schnell noch mal dem CFM-Verlag vor das Schienbein zu treten, indem ohne Authorisierung durch den Konstrukteur, Herrn Huhndorf, ein paar Neptunes gedruckt wurden.

Wenn es wirklich nur um das Erhalten der Variant-Modelle geht, Herr Heinze, warum mußte es dann ausgerechnet die Neptune sein? Schon dumm, wenn Lügen so leicht zu durchschauen sind!

Es ist nur gut, dass der Kunde selbst über Aussehen und Qualität von Produkten und damit deren Preiswürdigkeit entscheiden kann ...

Im Oktober 2005 war es dann endlich soweit:
Die letzten Feinarbeiten an der Anleitung und der "Verpackung" sind fertig und das Modell damit zum Verkauf freigegeben.

Deckblatt

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Deckblatt

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Im März 2006 stehen dann auf der Ausstellung in Oberschleissheim die Neptunes am Start ...


CFM-Logo

Das Modell kann beim CFM-Verlag in München bezogen werden.